Von Vendor Lock-in spricht man, wenn Unternehmen so stark an einen Anbieter gebunden sind, dass ein Wechsel nur mit hohem Aufwand, zusätzlichen Kosten oder Risiken möglich ist. Im KI-Bereich betrifft das vor allem Modellanbieter, Plattformen und integrierte Cloud-Ökosysteme.
Solche Bindungen entstehen häufig durch proprietäre Schnittstellen, exklusive Funktionen, fehlende Standards oder die enge Anbindung an bestimmte KI-Modelle und APIs. Je stärker Prozesse, Daten und Automatisierungen auf einen Anbieter ausgerichtet sind, desto schwieriger wird ein späterer Wechsel.
Vendor Lock-in kann die technologische Flexibilität einschränken, die Verhandlungsmacht gegenüber Anbietern verringern und Innovationen erschweren. Gerade bei KI-Plattformen sollten Unternehmen deshalb Abhängigkeiten frühzeitig mitdenken.