Fachbegriffe zu künstlicher Intelligenz, KI-Systemen und der KI-Verordnung kurz und verständlich erklärt. Begriffe zum Datenschutz finden Sie ergänzend im Datenschutz-Glossar des DSGVO-Portals.
A
AEO bezeichnet die Optimierung von Inhalten für KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder Google AI. Ziel ist es, Inhalte so aufzubereiten, dass sie von diesen Systemen direkt als Antwort genutzt oder zitiert werden.
Ein KI-Agent ist ein Softwaresystem, das eigenständig Informationen verarbeitet, Entscheidungen trifft und Aufgaben ausführt. Im Unterschied zu reaktiven KI-Tools kann er Ziele verfolgen und mehrere Schritte selbst planen.
Ein agentischer Workflow ist ein automatisierter Prozess, in dem KI-Agenten eigenständig Aufgaben planen, aufteilen und koordinieren. So entstehen flexible Abläufe, die sich an neue Informationen anpassen können.
AGI bezeichnet eine hypothetische Form von KI, die jede intellektuelle Aufgabe ähnlich flexibel wie ein Mensch bewältigen könnte. Im Gegensatz zu heutiger KI wäre sie nicht auf einzelne Anwendungsfälle beschränkt.
Der AI Act schafft einen einheitlichen Rechtsrahmen für den Umgang mit KI in der Europäischen Union. Ziel ist es, vertrauenswürdige, sichere und transparente KI zu fördern und gleichzeitig Risiken für Menschen und Gesellschaft zu begrenzen.
AI Literacy ist die englische Bezeichnung für KI-Kompetenz. Die Erläuterung zu Wissen, Fähigkeiten und verantwortungsvollem KI-Einsatz finden Sie dort.
Ein AI Wrapper ist eine Anwendung, die ein bestehendes KI-Modell in eine eigene Oberfläche oder einen speziellen Anwendungsfall einbettet. Die eigentliche KI stammt dabei oft von einem anderen Anbieter.
Aleph Alpha ist ein deutsches KI-Unternehmen aus Heidelberg, das KI-Lösungen für Unternehmen und öffentliche Institutionen entwickelt. Bekannt wurde es vor allem durch seinen Fokus auf souveräne KI und europäische Datensouveränität.
Ein Algorithmus ist eine klar definierte Folge von Schritten zur Lösung eines Problems oder zur Ausführung einer Aufgabe. Er verarbeitet Eingaben nach festen Regeln und liefert daraus ein Ergebnis.
Alignment beschreibt den Ansatz, KI-Systeme so zu entwickeln, dass ihr Verhalten mit menschlichen Werten, Regeln und Zielen übereinstimmt. Ziel ist es, schädliche oder unerwünschte Ergebnisse zu vermeiden.
Annotation bezeichnet das Kennzeichnen von Daten, damit ein KI-System daraus lernen kann. Dabei werden Texten, Bildern oder Audiodateien gezielt Informationen oder Labels hinzugefügt.
Für KI-Training und Tests können Daten so aufbereitet werden, dass sich ein Personenbezug nicht mehr herstellen lässt. Eine wirksame Anonymisierung ist von der bloßen Pseudonymisierung zu unterscheiden.
Anthropic ist ein Unternehmen für künstliche Intelligenz, das unter anderem die Claude-Modelle entwickelt. Es legt besonderen Wert auf Sicherheit, Kontrolle und zuverlässige KI-Systeme. Neben OpenAI und Google einer der wichtigsten Anbieter.
Eine API ist eine Schnittstelle, über die Software-Systeme miteinander kommunizieren. Im KI-Kontext ermöglicht sie es, Modelle, Datenquellen oder Funktionen in andere Anwendungen einzubinden.
ASI bezeichnet eine theoretische Form von KI, die die menschliche Intelligenz in allen Bereichen deutlich übertreffen würde. Sie gilt als Zukunftsszenario und existiert heute nicht.
Attention ist ein Mechanismus in modernen KI-Modellen, der wichtige Teile einer Eingabe stärker gewichtet. Dadurch kann die KI-Zusammenhänge im Kontext besser erkennen und verarbeiten.
B
Ein Benchmark ist ein standardisierter Test, mit dem die Leistung von KI-Modellen gemessen und verglichen wird. So lässt sich nachvollziehen, wie gut ein Modell bestimmte Aufgaben bewältigt.
Art. 4a KI-VO erlaubt die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten zur Erkennung und Korrektur bestimmter Verzerrungen nur ausnahmsweise und unter strengen Schutzvorkehrungen. Die Vorgaben der DSGVO gelten zusätzlich.
Bias ist eine systematische Verzerrung in einem KI-System, durch die bestimmte Gruppen bevorzugt oder benachteiligt werden können. Ursache sind häufig unausgewogene Daten oder problematische Modellannahmen.
Big Data bezeichnet sehr große, komplexe und schnell wachsende Datenmengen, die mit klassischen Methoden nur schwer verarbeitet werden können. Sie bilden eine wichtige Grundlage für datengetriebene Analysen und KI.
Verstöße gegen die KI-Verordnung können mit erheblichen Bußgeldern geahndet werden. Sind dabei personenbezogene Daten betroffen, kann zugleich ein DSGVO-Verstoß mit eigenen Bußgeldern vorliegen.
C
Chain-of-Thought ist eine Prompting-Technik, bei der eine KI ihre Lösung Schritt für Schritt entwickelt. Das verbessert häufig die Qualität bei komplexen Aufgaben wie Analyse, Logik oder Mathematik.
Ein Chatbot ist ein Programm, das menschliche Gespräche über Text oder Sprache simuliert und automatisch auf Eingaben reagiert. Moderne Chatbots nutzen häufig KI, um Fragen zu verstehen und passende Antworten zu erzeugen.
ChatGPT ist ein KI-Chatbot, der Texte versteht und generiert, indem er auf einem großen Sprachmodell basiert. Er wird für Kommunikation, Analyse, Zusammenfassungen und die Erstellung von Inhalten genutzt.
Claude ist ein KI-Assistent von Anthropic, der auf großen Sprachmodellen basiert und besonders für zuverlässige Textverarbeitung und Analyse entwickelt wurde. Er eignet sich vor allem für umfangreiche und komplexe Inhalte.
Claude Cowork ist ein KI-Agent von Anthropic, der direkt auf dem Computer arbeitet und eigenständig mehrstufige Aufgaben ausführen kann. Er verbindet Analyse, Planung und praktische Umsetzung.
Cline ist ein Open-Source KI-Coding-Agent, der in Entwicklungsumgebungen integriert wird und Programmieraufgaben eigenständig bearbeiten kann. Er versteht natürliche Sprache und arbeitet direkt mit Code, Dateien und Befehlen.
Cloud Computing bezeichnet die Bereitstellung von IT-Diensten wie Speicher, Software oder Rechenleistung über das Internet. Viele KI-Anwendungen nutzen Cloud Computing, weil leistungsstarke Modelle meist nicht lokal, sondern auf externen Servern betrieben werden.
Computer Vision ist ein Bereich der KI, der Bilder und Videos analysiert und interpretiert. So können Maschinen Objekte, Muster, Personen oder Situationen in visuellen Daten erkennen.
Das Context Window beschreibt die maximale Menge an Informationen, die ein KI-Modell gleichzeitig verarbeiten kann. Es funktioniert wie ein Arbeitsgedächtnis für Texte, Dokumente oder Gespräche.
Copilot ist ein KI-gestützter Assistent von Microsoft, der in Anwendungen wie Word, Excel, Outlook oder GitHub integriert ist. Er unterstützt Nutzer bei Erstellung, Analyse und Automatisierung von Aufgaben.
Ein Custom GPT ist eine individuell angepasste Version von ChatGPT, die für bestimmte Aufgaben, Zielgruppen oder Inhalte konfiguriert wird. So lässt sich ein KI-Assistent auf konkrete Anwendungsfälle zuschneiden.
D
DALL·E war ein KI-System zur Bildgenerierung aus Textbeschreibungen. Es erzeugte auf Basis sprachlicher Eingaben neue visuelle Inhalte, von kreativen Illustrationen bis zu fotorealistischen Darstellungen; die DALL·E-Modelle werden von OpenAI jedoch nicht mehr weitergeführt.
Data Poisoning bezeichnet die gezielte Manipulation von Trainingsdaten, um das Verhalten eines KI-Modells zu beeinflussen. Dadurch kann ein System fehlerhafte oder schädliche Ergebnisse liefern.
Ein Datensatz ist eine strukturierte Sammlung von Daten, die für Training, Validierung oder Tests von KI-Modellen genutzt wird. Er bildet die Grundlage dafür, dass eine KI-Muster erkennen und lernen kann.
Bei besonders risikoreichen Verarbeitungen personenbezogener Daten müssen vorab Risiken bewertet und die Folgen abgeschätzt werden. Beim Einsatz bestimmter Hochrisiko-KI kann sie mit der Grundrechte-Folgenabschätzung verbunden werden.
Verarbeitet ein KI-System personenbezogene Daten, gelten KI-Verordnung und DSGVO grundsätzlich nebeneinander. Die DSGVO regelt insbesondere Rechtmäßigkeit, Transparenz, Betroffenenrechte und Sicherheit der Datenverarbeitung.
Deepfakes sind KI-generierte oder manipulierte Bild-, Audio- oder Videoinhalte, die realen Personen täuschend echt nachahmen. Sie können sehr glaubwürdig wirken und dadurch Missbrauch erleichtern.
Deep Learning ist eine Form des Machine Learning, bei der mehrschichtige neuronale Netze komplexe Muster in Daten erkennen. Es bildet die Grundlage vieler moderner KI-Systeme.
Ein Diffusionsmodell ist ein KI-Modell, das neue Inhalte erzeugt, indem es schrittweise aus Zufallsrauschen ein geordnetes Ergebnis entwickelt. Besonders in der Bildgenerierung hat sich dieses Verfahren etabliert.
Distillation ist eine Methode, bei der ein großes KI-Modell sein Wissen an ein kleineres Modell weitergibt. Ziel ist es, gute Leistung mit geringerem Aufwand zu verbinden.
E
Edge AI bezeichnet KI, die direkt auf einem Gerät ausgeführt wird, etwa auf einem Smartphone, Sensor oder einer Kamera. So können Daten lokal und oft in Echtzeit verarbeitet werden.
Ein Embedding ist eine numerische Darstellung von Inhalten wie Text, Bild oder Audio, die deren Bedeutung in Form von Vektoren abbildet. So können Ähnlichkeiten mathematisch erkannt und verarbeitet werden.
Emergentes Verhalten beschreibt Fähigkeiten von KI-Systemen, die nicht ausdrücklich programmiert wurden, sondern aus der Komplexität des Modells entstehen. Solche Effekte sind oft schwer vorherzusagen.
Der EU AI Act ist die europäische KI-Verordnung mit einheitlichen Regeln für Entwicklung und Einsatz von KI-Systemen. Er soll dafür sorgen, dass KI sicher, transparent und vertrauenswürdig genutzt wird.
Die Europäische Kommission gestaltet die praktische Umsetzung der KI-Verordnung und beaufsichtigt über das AI Office insbesondere Anbieter von KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck.
Explainable AI beschreibt Verfahren, die Entscheidungen und Ergebnisse von KI-Systemen für Menschen nachvollziehbar machen. Ziel ist es, zu verstehen, warum eine KI zu einem bestimmten Ergebnis gekommen ist.
F
Few-Shot Learning bedeutet, dass eine KI eine neue Aufgabe schon anhand weniger Beispiele besser verstehen oder ausführen kann. Dabei nutzt sie bereits vorhandenes Vorwissen aus ihrem Training.
Files over Tools beschreibt den Ansatz, Wissen und Prozesse in Dateien statt in einzelnen Plattformen oder Tools zu organisieren. Dadurch bleiben Informationen flexibler nutzbar und weniger an einen Anbieter gebunden.
Fine-Tuning bedeutet, ein bestehendes KI-Modell mit zusätzlichen eigenen Daten nachzutrainieren. Dadurch wird das Modell gezielt auf einen bestimmten Anwendungsfall spezialisiert.
Function Calling bezeichnet die Fähigkeit eines KI-Systems, strukturierte Aufrufe an externe Funktionen oder Tools auszulösen. So kann KI nicht nur antworten, sondern auch Aktionen vorbereiten.
G
Ein GAN ist ein KI-Modell, bei dem zwei neuronale Netze gegeneinander arbeiten, um realistische Inhalte zu erzeugen. So entstehen etwa Bilder, die täuschend echt wirken können.
Gemini ist eine Familie von KI-Modellen von Google, die verschiedene Datentypen wie Text, Bilder, Audio, Video und Code verarbeiten kann. Sie wird in vielen Google-Diensten und KI-Anwendungen eingesetzt.
Gemma ist eine offene Modellfamilie von Google DeepMind, die auf derselben technologischen Grundlage wie Gemini aufbaut. Sie richtet sich vor allem an Entwickler, Unternehmen und Organisationen, die KI-Modelle flexibel und unter eigener Kontrolle einsetzen möchten.
Generative KI ist eine Form der künstlichen Intelligenz, die neue Inhalte wie Texte, Bilder, Audio, Videos oder Code erzeugen kann. Sie basiert auf Mustern, die aus großen Trainingsdaten gelernt wurden.
Google AI ist der Sammelbegriff für die KI-Entwicklung von Google und umfasst große Sprachmodelle, multimodale KI-Systeme sowie Anwendungen, die in Produkte wie die Google-Suche, Gmail, Google Docs und viele weitere Dienste integriert sind.
Google DeepMind ist die KI-Organisation von Google, die zentrale Modelle und Forschungsarbeiten im Bereich künstliche Intelligenz entwickelt. Dazu gehören unter anderem Modellfamilien wie Gemini, Gemma, Veo und Lyria.
GPT bezeichnet ein KI-Modell, das Sprache versteht und neue Texte erzeugen kann. Es basiert auf der Transformer-Architektur und wurde mit großen Textmengen vortrainiert.
Grounding bedeutet, dass KI-Antworten auf überprüfbaren Quellen, Daten oder externen Informationen basieren. Dadurch werden Antworten belastbarer und weniger anfällig für erfundene Inhalte.
Die Grundrechte-Folgenabschätzung nach Art. 27 KI-VO untersucht, wie bestimmte Hochrisiko-KI-Systeme Grundrechte beeinträchtigen können. Bereits vorhandene Datenschutz-Folgenabschätzungen können dabei einbezogen werden.
Guardrails sind technische und organisatorische Schutzmechanismen, die sicherstellen sollen, dass ein KI-System innerhalb definierter Grenzen arbeitet. Sie helfen, riskante oder unerwünschte Ergebnisse zu vermeiden.
H
Eine Halluzination entsteht, wenn eine KI falsche oder erfundene Inhalte erzeugt, die dennoch plausibel klingen. Solche Fehler gehören zu den wichtigsten Risiken bei generativer KI.
HeyGen ist ein KI-Tool zur Erstellung von Videos mit digitalen Avataren und synthetischen Stimmen. Aus einem Textskript kann automatisch ein Video erzeugt werden.
Human-in-the-Loop beschreibt ein Prinzip für den Einsatz von KI, bei dem Menschen aktiv in den Prozess eingebunden bleiben. Sie prüfen, korrigieren oder entscheiden über Ergebnisse der KI.
HumanEval ist ein Benchmark zur Bewertung der Programmierfähigkeit von KI-Modellen. Er prüft, ob ein Modell funktionierenden Code für definierte Aufgaben erzeugen kann.
I
Imagen ist das Bildgenerierungsmodell von Google DeepMind. Es erzeugt aus Textbeschreibungen realistische oder stilisierte Bilder und gehört zu den zentralen Modellen im Google-AI-Ökosystem.
Inference bezeichnet die Phase, in der ein trainiertes KI-Modell eine Eingabe verarbeitet und daraus ein Ergebnis erzeugt. Hier wird das im Training gelernte Wissen praktisch angewendet.
Input bezeichnet alle Informationen, die ein KI-System als Ausgangspunkt für eine Aufgabe erhält. Dazu zählen Texte, Bilder, Sprache oder strukturierte Daten.
J
Ein Jailbreak ist der Versuch, die Schutzmechanismen eines KI-Systems durch manipulierte Eingaben zu umgehen. Ziel ist es, verbotene oder eigentlich blockierte Inhalte zu erhalten.
K
Eine KI-Anwendung ist ein konkretes Produkt oder Programm, das künstliche Intelligenz für eine bestimmte Aufgabe nutzt. Dazu gehören zum Beispiel Chatbots, Bildgeneratoren, Sprachassistenten oder Analysewerkzeuge.
KI-Governance bezeichnet die Regeln, Prozesse und Verantwortlichkeiten, mit denen der Einsatz von KI in Unternehmen gesteuert und kontrolliert wird. Ziel ist es, KI sicher, verantwortungsvoll und rechtskonform einzusetzen.
KI-Kompetenz umfasst das Wissen und die Fähigkeiten, KI-Systeme informiert und verantwortungsvoll einzusetzen, ihre Ergebnisse kritisch zu bewerten und Risiken zu erkennen. Der englische Begriff dafür lautet AI Literacy.
Ein KI-Modell ist die technische Grundlage eines KI-Systems. Es wird mit Daten trainiert, um Muster zu erkennen, Vorhersagen zu treffen oder Inhalte zu erzeugen.
Eine KI-Panne ist ein unerwünschter oder schädlicher Vorfall, bei dem künstliche Intelligenz als Ursache, Angriffsmittel, Angriffsziel oder verstärkender Faktor eine wesentliche Rolle spielt.
Ein KI-System ist ein technisches System, das Daten verarbeitet, daraus Muster ableitet und auf dieser Basis Entscheidungen trifft oder Inhalte erzeugt. Der Begriff ist bewusst weit gefasst.
Ein KI-Tool ist eine Software oder Anwendung, die auf künstlicher Intelligenz basiert und Nutzer bei bestimmten Aufgaben unterstützt. Dazu gehören zum Beispiel Texte schreiben, Bilder erzeugen, Daten analysieren oder Prozesse automatisieren.
Der Knowledge Cutoff bezeichnet den Zeitpunkt, bis zu dem ein KI-Modell mit Daten trainiert wurde. Ereignisse oder Informationen nach diesem Stichtag kennt das Modell ohne externe Quellen nicht.
Künstliche Intelligenz bezeichnet Technologien, die menschenähnliche Fähigkeiten wie Lernen, Analysieren oder Problemlösen technisch nachbilden. Sie ermöglicht es Maschinen, auf Basis von Daten Aufgaben zu übernehmen, die bislang menschliche Intelligenz erforderten.
L
Latenz beschreibt die Zeit zwischen einer Eingabe und der Ausgabe eines KI-Systems. Sie beeinflusst, wie schnell und flüssig eine Anwendung auf Nutzeranfragen reagiert.
Llama ist eine Familie großer Sprachmodelle von Meta, die für das Verstehen und Erzeugen von Sprache eingesetzt wird. Die Modelle werden häufig für eigene KI-Anwendungen genutzt.
Ein LLM ist ein großes KI-Modell, das Sprache versteht und erzeugt, indem es aus sehr großen Textmengen gelernt hat. Es bildet die Grundlage vieler moderner Chatbots und Sprachsysteme.
LoRA ist eine Methode, mit der große KI-Modelle effizient angepasst werden können, ohne sie vollständig neu zu trainieren. Dazu werden nur kleine Zusatzkomponenten ergänzt.
Lyria ist das Musikgenerierungsmodell von Google DeepMind. Es erzeugt KI-gestützte Musik und Audioinhalte und erweitert das Google-KI-Ökosystem um den Bereich musikalischer und klanglicher Generierung.
M
Machine Learning ist ein Verfahren, bei dem Computer aus Daten lernen, statt nur feste Regeln abzuarbeiten. Das System erkennt Muster und verbessert seine Ergebnisse mit Erfahrung.
MCP ist ein technischer Standard, mit dem KI-Modelle mit externen Tools, Datenquellen und Systemen verbunden werden können. Dadurch wird die Zusammenarbeit zwischen KI und anderen Anwendungen erleichtert.
Anbieter von Hochrisiko-KI-Systemen müssen schwerwiegende Vorfälle nach Art. 73 KI-VO der zuständigen Marktüberwachungsbehörde melden. Sind personenbezogene Daten betroffen, können zusätzlich Meldepflichten nach der DSGVO bestehen.
Memory Import beschreibt die Fähigkeit, Informationen oder Kontexte zwischen verschiedenen KI-Systemen zu übertragen. Dadurch kann Wissen systemübergreifend erhalten oder weiterverwendet werden.
Midjourney ist ein KI-Tool, das Bilder aus Textbeschreibungen erstellt und besonders für kreative Anwendungen genutzt wird. Es gehört mit zu den bekanntesten Systemen für generative Bildgestaltung.
Mistral ist ein europäisches KI-Unternehmen, das leistungsfähige Sprachmodelle entwickelt und häufig auf einen Open-Source-Ansatz setzt. Es gilt als wichtige europäische Alternative im KI-Markt.
MMLU ist ein Benchmark, der das allgemeine Wissen und die Problemlösungsfähigkeit eines KI-Modells in vielen Fachgebieten überprüft. Er zeigt, wie breit ein Modell Aufgaben beantworten kann.
Ein Model Council beschreibt den Einsatz mehrerer KI-Modelle, deren Ergebnisse verglichen oder kombiniert werden, um die beste Antwort auszuwählen. So lässt sich die Qualität und Verlässlichkeit von Ergebnissen erhöhen.
Multimodale KI kann verschiedene Datentypen wie Text, Bilder, Audio oder Video gleichzeitig verarbeiten. Dadurch entstehen umfassendere und kontextreichere Anwendungen.
N
n8n ist ein Open-Source -Tool zur Automatisierung von Workflows, das verschiedene Systeme und Anwendungen miteinander verbindet. Es wird häufig genutzt, um Prozesse mit oder ohne KI zu automatisieren.
Nano Banana ist ein KI-Tool beziehungsweise Modell zur Erstellung und Bearbeitung von Bildern per Spracheingabe. Nutzer können neue Bilder erzeugen oder bestehende Bilder mit einfachen Anweisungen verändern.
Narrow AI bezeichnet KI, die nur für bestimmte Aufgaben oder Anwendungsbereiche entwickelt wurde. Sie ist die heute übliche Form künstlicher Intelligenz.
Ein neuronales Netz ist ein mathematisches Modell, das vom menschlichen Gehirn inspiriert ist und Muster in Daten erkennt. Es besteht aus vielen verbundenen Recheneinheiten, die Informationen verarbeiten.
NLP ist ein Teilbereich der KI, der Maschinen dazu befähigt, menschliche Sprache zu verstehen, zu analysieren und zu erzeugen. Es verbindet sprachwissenschaftliche und informatische Methoden.
O
OCR ist eine Technologie, mit der Texte aus Bildern oder gescannten Dokumenten automatisch erkannt und in bearbeitbaren digitalen Text umgewandelt werden.
Ollama ist ein KI-Tool, mit dem KI-Modelle lokal auf dem eigenen Computer ausgeführt werden können. Dadurch bleiben Daten auf dem eigenen System und müssen nicht zwingend in die Cloud.
OpenAI ist ein Unternehmen, das KI-Modelle wie ChatGPT und DALL·E entwickelt. Es zählt weltweit zu den führenden Anbietern im Bereich generativer KI.
OpenClaw ist ein autonomer, quelloffener KI-Agent, der auf dem eigenen Computer läuft und selbstständig Aufgaben ausführen kann. Er verbindet Sprachmodelle mit realen System- und Anwendungszugriffen.
Open Source bezeichnet Software, deren Quellcode öffentlich zugänglich ist und von anderen genutzt, geprüft und verändert werden kann. Im KI-Bereich betrifft das vor allem Modelle, Trainingscode und zugehörige Werkzeuge.
Open Source Governance beschreibt Regeln, Prozesse und Verantwortlichkeiten für die Nutzung und Weiterentwicklung von Open-Source -Software oder -KI-Projekten. Sie schafft Klarheit bei Zusammenarbeit, Qualität und Compliance.
Orchestrierung beschreibt die koordinierte Zusammenarbeit mehrerer KI-Systeme, KI-Tools oder KI-Agenten zur Lösung komplexer Aufgaben. Ein übergeordnetes System steuert dabei die einzelnen Komponenten.
Output ist das Ergebnis, das ein KI-System nach der Verarbeitung von Input erzeugt. Das kann zum Beispiel ein Text, ein Bild, eine Vorhersage oder eine Entscheidung sein.
Overfitting bedeutet, dass ein KI-Modell Trainingsdaten zu genau lernt und dadurch bei neuen Daten schlechter funktioniert. Es erkennt dann eher Details auswendig als allgemeine Muster.
P
Parameter sind die internen Werte eines KI-Modells, die während des Trainings angepasst werden. Sie bestimmen, wie das Modell Informationen verarbeitet und welche Ergebnisse es erzeugt.
Perplexity ist eine KI-gestützte Suchmaschine, die Fragen in natürlicher Sprache beantwortet und dabei aktuelle Informationen aus dem Web mit Quellenangaben zusammenfasst.
Trainings-, Eingabe- oder Ausgabedaten eines KI-Systems sind personenbezogen, wenn sie sich einer identifizierten oder identifizierbaren Person zuordnen lassen. Dann ist neben der KI-Verordnung regelmäßig auch die DSGVO zu beachten.
Ein Prompt ist die Eingabe oder Anweisung, die ein Nutzer an ein KI-System richtet. Er beeinflusst maßgeblich, welche Art von Antwort oder Ergebnis die KI erzeugt.
Prompt Engineering beschreibt die gezielte Gestaltung von Eingaben, um bessere und präzisere KI-Ergebnisse zu erhalten. Dabei werden Aufgaben, Rollen, Kontext und Format bewusst formuliert.
Prompt Injection ist ein Angriff, bei dem ein KI-System durch manipulierte Eingaben beeinflusst oder zu falschen Aktionen veranlasst wird. Dadurch können Sicherheitsmechanismen umgangen werden.
In KI-Projekten können direkte Identifikatoren durch Kennungen ersetzt werden. Die Zuordnung zu einer Person bleibt mit getrennt aufbewahrten Zusatzinformationen möglich; deshalb bleiben pseudonymisierte Daten personenbezogene Daten.
R
RAG ist eine Methode, bei der KI vor der Antwort externe Informationen aus Datenquellen abruft und in die Generierung einbezieht. Dadurch werden Antworten oft aktueller, genauer und besser begründet.
Reasoning-Modelle sind KI-Modelle, die darauf ausgelegt sind, komplexe Aufgaben schrittweise zu durchdenken und logische Zusammenhänge besser zu verarbeiten. Sie eignen sich besonders für Analyse, Planung, Mathematik, Programmierung und mehrstufige Problemlösungen.
Für bestimmte Hochrisiko-KI-Systeme müssen Anbieter und bestimmte öffentliche Betreiber nach Art. 49 KI-VO vor dem Inverkehrbringen, der Inbetriebnahme oder der Verwendung eine Registrierung in der EU-Datenbank vornehmen.
Reinforcement Learning ist ein Lernverfahren, bei dem ein KI-System durch Belohnung und Bestrafung lernt, bessere Entscheidungen zu treffen. Es optimiert sein Verhalten anhand von Feedback.
RLHF ist eine Methode, bei der KI mit menschlichem Feedback trainiert wird, um bessere und sicherere Antworten zu liefern. Menschen bewerten dabei die Ausgaben des Systems.
S
SaaS bezeichnet ein Cloud-basiertes Softwaremodell, bei dem Anwendungen über das Internet genutzt werden können, statt lokal installiert zu sein. Die Software wird in der Regel vom Anbieter zentral bereitgestellt, betrieben und aktualisiert.
Die SaaSpokalypse beschreibt die These, dass KI-Agenten künftig viele klassische SaaS-Anwendungen teilweise ersetzen könnten, indem sie Aufgaben und Workflows eigenständig ausführen. Statt für jeden Prozess ein eigenes Tool zu nutzen, würden zentrale KI-Systeme mehrere Funktionen bündeln.
Scaling Laws beschreiben, dass KI-Modelle oft besser werden, wenn mehr Daten, größere Modelle und mehr Rechenleistung eingesetzt werden. Diese Zusammenhänge sind in vielen Fällen systematisch beobachtbar.
KI-Schulungen vermitteln Wissen für den sicheren und verantwortungsvollen Einsatz von KI. Sie fördern die KI-Kompetenz und helfen Beschäftigten, Ergebnisse kritisch zu prüfen, Daten zu schützen und typische Fehler zu vermeiden.
Shadow AI bezeichnet die Nutzung von KI-Tools im Unternehmen ohne offizielle Freigabe oder Kontrolle. Dadurch entstehen Risiken für Datenschutz, Compliance und IT-Sicherheit.
Skills sind wiederverwendbare Fähigkeiten oder Funktionsbausteine, die einem KI-System oder Agenten für bestimmte Aufgaben zur Verfügung stehen. Sie machen komplexe Prozesse modular und effizienter nutzbar.
Sora war ein KI-Modell von OpenAI, das aus Textbeschreibungen realistische Videos erzeugen konnte. Das System galt als wichtiger Schritt in der Entwicklung generativer Medien-KI, wurde jedoch 2026 eingestellt.
Stable Diffusion ist ein KI-Modell zur Bildgenerierung aus Textbeschreibungen. Es kann lokal oder in der Cloud genutzt werden und gehört zu den bekanntesten Open-Source -Bildgeneratoren.
Streaming bedeutet, dass KI-Antworten schrittweise in Echtzeit ausgegeben werden, statt erst vollständig am Ende zu erscheinen. Das lässt Interaktionen oft schneller und natürlicher wirken.
Superintelligenz beschreibt eine hypothetische KI, die den Menschen in allen kognitiven Bereichen deutlich übertrifft. Sie gilt als theoretisches Zukunftskonzept.
Supervised Learning ist ein Verfahren, bei dem eine KI mit gekennzeichneten Beispielen trainiert wird. Das Modell lernt dabei, Eingaben den richtigen Ausgaben oder Kategorien zuzuordnen.
Synthetic Data sind künstlich erzeugte Daten, die für Training, Tests oder Simulationen von KI-Systemen verwendet werden. Sie können echte Daten ergänzen oder teilweise ersetzen.
Ein System Prompt ist eine versteckte Anweisung, die das Verhalten eines KI-Systems vorgibt. Er legt fest, wie das Modell grundsätzlich reagieren, formulieren oder priorisieren soll.
T
Temperature ist ein Parameter in KI-Modellen, der beeinflusst, wie kreativ oder vorhersehbar Antworten ausfallen. Niedrige Werte führen eher zu sachlichen, hohe Werte zu variableren Ergebnissen.
Ein Token ist die kleinste Verarbeitungseinheit eines Sprachmodells. Das kann ein Wort, ein Wortteil oder ein Zeichen sein, das vom Modell mathematisch verarbeitet wird.
Ein Tokenizer ist ein Werkzeug, das Texte in kleinere Einheiten, sogenannte Tokens, zerlegt und in eine numerische Form übersetzt, damit ein KI-Modell sie verarbeiten kann. Er bildet damit die Grundlage dafür, dass Sprache für KI-Systeme überhaupt maschinell erfassbar wird.
Tool Use beschreibt die Fähigkeit einer KI, externe Werkzeuge oder Systeme aktiv zu nutzen, um Aufgaben zu lösen. Dadurch kann sie über reine Textausgabe hinausgehen.
Training ist der Prozess, in dem ein KI-Modell aus Daten lernt und seine internen Parameter anpasst. Dabei entstehen die Fähigkeiten, aber auch die Grenzen des späteren Systems.
Ein Transformer ist eine spezielle Architektur für KI-Modelle, die Sprache besonders gut verarbeiten kann. Er erkennt Zusammenhänge im gesamten Textkontext gleichzeitig und bildet die Grundlage moderner Sprachmodelle.
U
UGC sind Inhalte, die von Nutzern selbst erstellt werden, etwa Texte, Bilder oder Videos. In sozialen Medien und digitalen Plattformen spielt UGC eine zentrale Rolle.
Underfitting bedeutet, dass ein KI-Modell zu wenig aus den Trainingsdaten lernt und deshalb weder auf bekannten noch auf neuen Daten gute Ergebnisse liefert. Das Modell bleibt damit sowohl auf bekannten als auch auf neuen Daten ungenau.
Unsupervised Learning ist ein Lernverfahren, bei dem eine KI Muster in unbeschrifteten Daten erkennt. Das System entdeckt dabei selbst Strukturen und Zusammenhänge, ohne vorgegebene Lösungen zu erhalten.
V
Validierung bezeichnet die Prüfung, ob ein KI-Modell zuverlässig funktioniert und korrekte Ergebnisse liefert. Dafür wird es mit separaten oder neuen Daten getestet.
Eine Vektor-Datenbank speichert Inhalte als mathematische Vektoren, damit Ähnlichkeiten zwischen Informationen berechnet werden können. Sie ist eine wichtige Grundlage für semantische Suche und RAG-Systeme und KI-Agenten.
Vendor Lock-in beschreibt die Abhängigkeit von einem Anbieter, die den Wechsel zu anderen Lösungen erschwert. Im KI-Kontext entsteht diese Bindung häufig durch proprietäre Modelle, APIs, Plattformen oder Cloud-Dienste.
Veo ist das Videogenerierungsmodell von Google DeepMind. Es erstellt aus Textbeschreibungen oder anderen Eingaben realistische Videos und gehört zu den wichtigsten Google-Modellen im Bereich generativer Medien-KI.
Vibe Coding bezeichnet eine Form der Softwareentwicklung, bei der Code anhand natürlicher Sprachbeschreibungen mit KI erzeugt wird. Nutzer beschreiben, was sie brauchen, und die KI erstellt den passenden Code.
Vibe Working beschreibt eine Arbeitsweise, bei der Menschen kontinuierlich mit KI-Systemen zusammenarbeiten und Ergebnisse im Dialog entwickeln. Die Arbeit entsteht dabei iterativ durch gemeinsame Abstimmung.
Vision bezeichnet die Fähigkeit von KI, Bilder und Videos zu analysieren und visuell zu verstehen. Der Begriff wird oft als Kurzform für Computer Vision verwendet.
Voicebox ist ein KI-System, das Sprache erzeugen oder Stimmen imitieren kann. Es wird genutzt, um synthetische Audioinhalte zu erstellen oder Stimmen nachzubilden.
W
Ein Webhook ist eine automatisierte Nachricht, die ein System an ein anderes sendet, sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt. Im KI-Kontext können dadurch Prozesse, Tools oder Agenten in Echtzeit angestoßen werden.
Whisper ist ein KI-System zur Spracherkennung, das gesprochene Sprache in Text umwandelt. Es eignet sich für Transkription, Sprachverarbeitung und mehrsprachige Anwendungen.
Z
Zapier ist eine Plattform, die verschiedene Anwendungen miteinander verbindet und automatisierte Workflows ohne Programmierung ermöglicht. So lassen sich wiederkehrende Aufgaben zwischen Tools automatisch ausführen.
Zero-Shot Learning bedeutet, dass eine KI eine Aufgabe lösen kann, ohne speziell dafür trainiert worden zu sein. Sie nutzt dabei ihr allgemeines Vorwissen aus dem Training.